Die Welt auf dem See

Vorarlberg Lines
Vorarlberg Lines
 

Weitere Geschichte

Die weitere Geschichte in Kurzform

1950 -1956: In diesen Jahren wurden von den Österreichischen Bundesbahnen 4 Motorboote – „Silvretta“, „Montafon“, „Feldkirch“ und „Dornbirn“ - in Dienst gestellt, von denen heute nur noch das MB „Feldkirch“ im Einsatz ist.

1955: Errichtung eines neuen Werkstättengebäudes, wodurch wenigstens einige Voraussetzungen zur Schiffsinstandhaltung erfüllt wurden.

1963-1965: Im Jahre 1963 bestellten die Österreichischen Bundesbahnen wiederum bei der Schiffswerft Korneuburg ein neues, in Größe und Leistungsfähigkeit der „Austria“ entsprechendes Motorschiff, das für die Saison 1965 zur Verfügung stehen sollte. Das Schiff wurde im Sommer 1964 auf der Werft in Fußach zusammengebaut und am 22. November von Stapel gelassen. Es sollte den Namen „Karl Renner“ erhalten, was im Lande Vorarlberg heftigen Protest auslöste, da man den Namen „Vorarlberg“ wollte. Das Vorarlberger Volk erreichte mit ihren Protesten schließlich ihr Ziel, mit Verspätung konnte das neue Schiff MS „Vorarlberg“ am 12. August 1965 seine Kursfahrten aufnehmen.

1975/1976: Ankauf des Donauschiffes „Kriemhild“. Nach umfangreichen Umbauarbeiten wurde das Schiff im April 1976 unter dem Namen „Montafon“ in Dienst gestellt.

1977: Im Herbst wird zwischen Personen- und Reservemolo ein neuer Anlegesteg mit Liegeplätzen für zwei große Schiffe errichtet. Dieser wird als Tank- bzw. Werkstättensteg bezeichnet, dient jedoch vor allem in der Hochsaison auch als Anlegesteg für die Personenschifffahrt.

1978: Zwischen dem Hafengebäude und dem Werkstättengebäude wird ein zusätzliches Werkstätten- und Lagergebäude errichtet. Dadurch können die alten Holzschuppen im hinteren Bereich der Hafenanlage abgebrochen werden.

1990: In diesem Jahr kann wieder ein neues Motorschiff für 300 Personen unter dem Namen „Stadt Bregenz“ in Dienst gestellt werden. Der Stapellauf erfolgte am 25. April und die Schiffstaufe am 08.Juni 1990.

1991-1993: Während der Wintermonate wird das MS „Austria“ in zwei Bauetappen generalüberholt.

1993: Im Hafen Bregenz werden in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Bregenz 76 Dauerliegeplätze für Sportboote errichtet. Vor Beginn der Schifffahrtssaison wird auch der öffentliche Uferweg zwischen Fahnenrondell und Hafengebäude verbreitert. Während des ganzen Jahres werden die Arbeiten für das neue Hafengebäude durchgeführt.

1994: Rechtzeitig zu Beginn der Schifffahrtssaison kann das neue Hafengebäude mit Hafenrestaurant am 30. April feierlich eröffnet werden. Zu diesem Anlass wurde die 23. Internationale Flottensternfahrt der VSU mit Ziel in Bregenz durchgeführt.

1998-2000: Während der Wintermonate wird das MS „Vorarlberg“ in zwei Bauetappen generalüberholt und zum modernsten Fahrgastschiff am Bodensee umgebaut.

Die österreichische Bodenseeschifffahrt heute

Die Aufgabenstellung für die Bodensee-Schifffahrt hat sich gegenüber ihren Anfängen vor allem in den letzten drei Jahrzehnten grundsätzlich gewandelt. Gegenüber dem Verkehrsmittel von damals, das die Handels- und Verkehrsbeziehungen der Ufergemeinden untereinander zu gewährleisten hatte, stellt sich die Schifffahrt heute überwiegend als eine saison- und witterungsabhängige Ausflugsschifffahrt dar. Sie entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen touristischen Angebot für Bregenz und Vorarlberg. Vor allem für Ferien- und Ausflugsgäste, aber auch für Erholungssuchende aus dem Nahbereich ist der Bodensee mit seinen herrlichen Uferlandschaften ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Großschifffahrt auf dem Bodensee wird von den Bodenseeschiffsbetrieben Konstanz (BSB), der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt AG Romanshorn (SBS), der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) und der Vorarlberg Lines Bodenseeschifffahrt auf der Basis eines Verkehrsverbundes betrieben. Dieser Verkehrsverbund auf internationaler Ebene unter der Bezeichnung “Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein“ (VSU) geht in seinen Anfängen auf die Jahre 1860 bis 1865 zurück.

Das Angebot von Ostern bis Mitte Oktober ist breit

Kursfahrten nach feststehenden Fahrplänen auf dem Obersee, dem Überlingersee, dem Untersee und Rhein. Diese Fahrpläne sind mit den Eisenbahn- und Busfahrplänen abgestimmt.

Ausflugsfahrten und Rundfahrten zu den schönsten Zielen, darunter auch solche, die mit Kursschiffen nicht erreicht werden können. Diese attraktiven und öffentlich bekannt gemachten Ausflugsfahrten ergänzen erfolgswirksam das fahrplanmäßige Angebot.

Sonderfahrten auf Bestellung geben dem Anlass entsprechend eine etwas außergewöhnliche Note. Für Tagungen, Familienanlässe, Hochzeiten, Vereins- und Betriebsausflüge werden Fahrgastschiffe mit einem Fassungsvermögen von 100 - 1200 Personen ganzjährig angeboten. Die beheizbaren Innenräume vermitteln auch bei kühler oder regnerischer Witterung ein behagliches Gefühl.

Nachmittagsfahrten an den Adventsonntagen mit Nikolaus und Knecht Ruprecht an Bord und die traditionelle Silvester-Gala-Kreuzfahrt runden das vielseitige Programm ab.

 
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